Interviewpassagen in Citizen Science von Peter Finke

Ich mache inzwischen wirklich gern bei Pflanzenkartierungen mit. Am Anfang war ich noch schlecht, aber ich bin mitgegangen und habe dazu gelernt. Es waren immer gute Leute dabei. Jetzt bin ich auch schon ziemlich gut. Nur bei Gräsern habe ich noch größere Probleme. Was wir machen, ist wichtig. Es dient unter anderem dazu, einen Überblick darüber zu bekommen, was der sonst kaum bemerkte Landschaftswandel anrichtet und wo man Schutzgebiete einrichten muss.

Eine Verwaltungsangestellte

 

All das, was uns an der Universität belastet – die Stellenstreichungen, die unzureichende Ausstattung, der enge Rahmen der Studienordnungen, die viele Gremienarbeit, die nicht immer freundschaftliche Konkurrenz der Kollegen usw. – gibt es in unserem Verein für natur- und kulturwissenschaftliche Heimatforschung nicht. Auch deshalb mache ich dort gern mit. Hier sind die Leute noch dankbar für jede Entdeckung, jede Bestimmungshilfe.

Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter

 

Manchmal versuche ich mir vorzustellen, wie Wissenschaft wohl früher ausgesehen hat, als es noch nicht diese ganze Spezialisierung und die vielen Universitäten mit den vielen Studenten gab. Und ich denke, was wir heute im Verein machen, das ist vielleicht eine solche frühere Form von Wissenschaft. Aber dann frage ich mich doch wieder, ob das sein kann, denn wir leben ja in der heutigen Zeit und sehen überall die Spuren der Technik und der Wissenschaft. Doch wir setzen uns auch damit auseinander. Ist also unsere Form von Wissenschaft nicht doch – selbstverständlich – heutige Wissenschaft?

Eine Hauptschullehrerin

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